Vor ein paar Jahren hat sich meine Schwester einen Hochdachkombi angeschafft – natürlich direkt mit Campingbox für den Kofferraum. Praktisch, klar. Aber für mich damals: völlig uninteressant. Ich war mit den Kids im Wohnwagen unterwegs – Doppelbett, Stockbett, Stauraum ohne Ende. Das war unser kleines Zuhause auf Rädern, und den Wohnwagen habe ich bis heute. Sobald es mit den Kindern losgeht, hängt er brav am Haken.
In letzter Zeit hat sich mein Campingstil aber verändert. Ich bin öfter mal allein unterwegs, einfach raus für ein Wochenende oder zwei Nächte irgendwo am See. Und da fängt das Problem an: Für so kurze Trips lohnt sich der Wohnwagen nicht. Bis ich den vom Stellplatz geholt, aufgebaut, abgebaut und sauber gemacht habe, ist die halbe Zeit schon wieder weg.
Also habe ich ab und zu das Auto meiner Schwester gekapert – mittlerweile sogar mit Dachzelt obendrauf. Und ich muss sagen: morgens im Dachzelt aufzuwachen, Kaffeebecher in der Hand, und den ersten Blick über die Wiese schweifen zu lassen… das hat schon was. Für Kurztrips war das einfach perfekt. Nur blöd, dass ich nicht ständig und schon gar nicht spontan ihr Auto schnappen kann.
Also stand ich da mit meiner Grübelei:
• Zweites Auto? Viel zu teuer im Unterhalt, kommt nicht in Frage.
• Campinganhänger? Klingt gut, aber auch nicht gerade günstig.
Am Ende blieb nur die Frage: Was lässt sich aus dem machen, was ich schon habe?
Und so bin ich auf das Thema Mikrocamper gestoßen. Ganz normale Alltagsautos, die man ein bisschen umbaut oder clever ausstattet, damit sie campingtauglich werden.
Und da ich gerade einen RAV4 der vierten Generation fahre, dachte ich mir: „Da müsste doch was gehen…“
Also habe ich angefangen, ein bisschen zu tüfteln. Erst mal stundenlang YouTube-Videos geschaut und Blogbeiträge gelesen – erstaunlich, was Leute so alles in ihre Autos einbauen. Vom simplen Bettgestell bis hin zu halben Mini-Wohnungen auf vier Rädern.
Und klar: Je länger ich geschaut habe, desto mehr hat es in den Fingern gejuckt. Da stand er also – mein RAV4 – und ich dachte: Na gut, probieren wir’s einfach mal.
Wie ich die ersten Versuche gestartet habe, was geklappt hat (und was so gar nicht)… das erzähle ich euch im nächsten Beitrag. 🚐✨

